KINDERKUNSTKLUBS

 

Jedes Kind sollte eine faire Chance haben, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, sich in unsere Gesellschaft zu integrieren und eine selbstbestimmte Zukunft aufzubauen.

 

Grundvoraussetzung dafür sind ein guter Schulabschluss und eine anschließende Berufsausbildung.

 

Voraussetzung dafür wiederum sind jedoch Selbstvertrauen, Motivation und soziale Kompetenz. Selbstverständlichkeiten, die Eltern den eigenen Kindern normalerweise als Startkapital in ihr Leben mitgeben. In sozialen Brennpunkten geschieht das allerdings häufig nicht. Eingezwängt in schwierige Familienverhältnisse fehlt solchen Kindern Aufmerksamkeit, Lob und schlicht und einfach die Existenz von „Freudepunkten“ in ihrem Leben. Die Folge davon sind mangelndes Selbstvertrauen, Resignation und schlechte Leistungen.

 

Gerade im Grundschulalter aber leben Kinder noch von Lob und Liebe. In diesem Alter kann man die Kinder noch „erreichen“. Später wird das immer schwieriger.

 

Was tun? Pablo Picasso sagte einmal: „Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele.“

 

 

 

 

 

 

 

 

Dies ist auch der Ansatz der KinderKunstKlubs (KKKs) der Philip Breuel Stiftung: durch kreative Arbeit Ballast (Staub) abzuwerfen, Motivation und Selbstvertrauen freizusetzen, und ungenutzte Potenziale der Kinder zu erschließen. Um dies zu ermöglichen, kooperieren die KKKs eng mit örtlichen Schulen. Die KlassenlehrerInnen suchen die Vor- und Grundschulkinder aus, die eine Förderung brauchen. Jeweils 12 Kinder bilden einen KKK, der nicht mehr als zwei Jahrgänge umfasst. Ein Mitglied des Kollegiums unterstützt die KKK-Leiterin, und gemeinsam bemühen sich Schule und KKKL, die Kinder möglichst nachhaltig individuell zu betreuen und voranzubringen.

 

Es gibt unterschiedliche Ausrichtungen der KKKs. Kunst, Theater, Musik, Werken oder Trommeln. Manchmal auch eine Mischung daraus. Wichtig ist nur, dass die Kinder selbst erfahren, was sie alles können.

 

Die LeiterInnen der KKKs sind das Herz der Stiftung. Von ihnen hängt ab, ob die Kinder gut betreut und gefördert werden, ob ihre Teilnahme am KKK  ein Erfolg wird und sie die Kinder erreichen können. Planung, Gestaltung und Durchführung eines KKK ist eine vielfältige pädagogische Herausforderung: Die Kinder unter einen Hut zu bringen, Vertrauen zu gewinnen, für gute Stimmung zu sorgen, die Kinder geduldig anzuleiten und zu ermutigen, ihnen Wertschätzung und Selbstvertrauen zu geben gehört neben einigem anderen zu den Aufgaben.

 

Unser KKK-LeiterInnen sind aktive oder ehemalige GrundschullehrerInnen, dazu Sozial-, Theater- und Musikpädagogen. Aber auch andere Berufe sind vertreten, z.B. Künstler.  Woher sie auch kommen: Ihnen allen ist der Wille gemein, den Kindern Wärme, Lob und Anerkennen zukommen zu lassen und sie in einer entspannten Atmosphäre individuell zu fördern.

 

 

Erfahrungsberichte

KOOLEKIDS

 

Damit Begabung zählt!

 

Mit der Initiative KooleKids hilft die Philip Breuel Stiftung Grundschul-Kindern aus sozial benachteiligten Familien, die das Potential für ein Gymnasium haben, dabei, in kleinen, intensiv betreuten Lerngruppen an fehlendem Wissen, sprachlichen und sozialen Defiziten zu arbeiten – damit ihnen der Sprung aufs Gymnasium gelingt und damit die Grundlage für ein erfülltes, zufriedenes Leben zu legen.

 

Für die Dauer von einem Jahr lernen 6 Schülerinnen und Schüler pro Kurs ab dem 2. Halbjahr der dritten Jahrgangsstufe im Rahmen der eigenständigen projektorientierten Arbeit an überwiegend selbstgewählten Themen unterschiedliche Arbeitstechniken und Sozialmethoden kennen und vertiefen diese. Darüber hinaus sollen die Kinder in ihrer Person gestärkt werden. Ihnen soll die Möglichkeit gegeben werden, durch das erfolgreiche Arbeiten in einer kleinen Lerngruppe selbstbewusster aufzutreten und mehr Vertrauen zu sich und ihren Fähigkeiten zu entwickeln.

 

Hier bekommen sie den entscheidenden Motivationsschub, den ihnen ihr Zuhause oft nicht geben kann.

Und es funktioniert: Die KoolenKids haben über 80% ihrer Teilnehmer auf das Gymnasium gebracht!

 

 

 

 

 

KUNSTFEST IM KL!CK MUSEUM

 

Zum Ende eines jeden Schuljahres veranstaltet die Philip Breuel Stiftung ein Fest im Klick-Kinder-Museum in Osdorf, zu dem immer viele Hundert Menschen kommen.

Hier haben alle Kinder, die das Jahr über einen KinderKunst Klub besucht haben, die Gelegenheit, die Resultate ihrer Arbeit einem großen Publikum zu präsentieren: Ihre Kunstwerke werden in einem richtigen Museum ausgestellt, sie führen Theaterstücke auf und zeigen die erworbenen Trommel- und Tanzkünste auf einer Bühne - bei gutem Wetter auch auf dem großen Platz vor dem Museum.

 

Die Kinder werden mit ihren Familien und Freunden eingeladen, Essen und Trinken ist für alle frei, es wird gespielt und gefeiert.

Flüchtlings KKKs

 

Die Philip Breuel Stiftung unterhält bereits im laufenden Schuljahr 2015/16 mehrere KKKs an Vor- und Grundschulen im Einzugsbereich neuer Flüchtlingsaufnahmen, z.B. in Osdorf und Sülldorf. Die Flüchtlingsfamilien kommen aus fernen  Ländern wie Syrien, Afghanistan und Eritrea und haben in der Regel keinerlei Vorstellung, wie sehr sie umdenken und sich auf ihre neue Heimat einstellen müssen und welche Anstrengungen von ihnen erwartet werden, damit die Integration gelingt.

 

Die Schulen stehen vor enormen Herausforderungen. Sie vermitteln durch Integrationsklassen erste Deutschkenntnisse, damit die Kinder nach etwa einem Jahr am regulären Unterricht teilnehmen können. Unsere KinderKunstKlubs sind in dieser Zeit eine wertvolle Ergänzung, weil kreative Arbeit keine Deutschkenntnisse benötigt, aber Selbstvertrauen und Motivation fördert, was sich dann positiv auf die Mitarbeit im Unterricht auswirkt.

AUSFLÜGE

 

Kinder in sozialen Brennpunkten kommen zu selten aus ihrem Umfeld heraus. Manche der Kinder in Lurup und Osdorf, die etwa 5-8 km Luftlinie von der Elbe entfernt leben, haben den Fluss noch nie gesehen. Unser Ziel ist es, KKK-Kinder aus ihrem engen Lebensraum herauszuholen und ihnen durch Ausflüge neue Anregungen und Erfahrungen zu ermöglichen.

 

Mit Hilfe einer befreundeten Stiftung haben wir im Schuljahr 2008/09 erstmalig mit 5 KinderKunstKlubs Ausflüge zum Tierpark Hagenbeck durchgeführt, die bei den etwa 60 teilnehmenden Kindern auf große Begeisterung stießen. Vor und nach den Ausflügen wurde in den KinderKunstKlubs das Thema „Tierpark“ besprochen.

Im Laufe der Jahre hat sich unser Ausflugsprogramm ausgeweitet. Bauernhofbesuche sind überaus beliebt oder ein Picknick an der Elbe. Der Hamburger Hafen, Museen, das Kindertheater, die Sternwarte bieten sich als Ausflugsziele an.

NAZARETH

 

Unser einziger ausländischer KKK –

im Heiligen Land

 

Die Stiftung konzentriert ihre Arbeit bewusst auf Hamburg, weil wir hier Einfluss nehmen und kontrollieren können, ob und wie unsere Fördergelder in unserem Sinne eingesetzt werden. Es gibt jedoch eine Ausnahme: den KKK an einer katholischen Schule in Nazareth in Israel, auf die wir über eine private Empfehlung aufmerksam wurden.

 

Die Zusammenarbeit funktioniert reibungslos. Schwester Miriam schickt uns Berichte, Fotos und zum Ende jeden Schuljahres eine genaue Kostenabrechnung. Die Kirchengemeinde Nienstedten widmet mehrere Kollekten im Jahr unserem KKK im Heiligen Land. Freunde haben die Schule besucht und sahen die Kinder aus jüdischen und palästinensischen Familien – aus den 3. und 4. Klassen und meist Jungen – und gewannen einen sehr positiven Eindruck.

„GYMNASIASTEN FÖRDERN GRUNDSCHÜLER”

 

In diesem Projekt betreuen Oberstufenschüler des Goethe-Gymnasium im Rahmen ihres Pädagogikprofils Schüler der Grundschule Langbargheide. In Einzel- und z.T. auch Kleingruppenunterricht unterstützen sie insbesondere Kinder mit Migrationshintergrund beim Erlernen der deutschen Sprache in Wort und Schrift und weiteren Bereichen.

 

Die Gymnasiasten sind in ihrer Funktion als "Große" ein wunderbarer Ansporn –  und wirksames Vorbild für schulische Entwicklungsmöglichkeiten.

 

Dieses Projekt läuft zur großen Zufriedenheit aller Beteiligten: Deutschkenntnisse und Motivation der Grundschüler verbesserten sich laut ihrer KlassenlehrerInnen merklich. Die „Kleinen“ finden es toll, dass sich die „Großen” um sie kümmern und bewundern sie, rührende Dankesbriefe bekunden dies.

 

Dieses Projekt läuft seit 2004 und wird vom Goethe-Gymnasium zusammen mit der Grundschule Langbargheide durchgeführt. Die fachliche Einweisung erfolgt durch die Lehrkräfte der Schule Langbargheide. Die zusätzliche Tätigkeit der SchülerInnen wird bezahlt, die Finanzierung hat die Philip-Breuel-Stiftung übernommen.

ZUSAMMENARBEIT MIT

ROLAND BERGER STIFTUNG

 

Die Roland Berger Stiftung (RBS) fördert begabte Kinder mit Migrationshintergrund mit dem Ziel, ihnen über eine akademische Ausbildung zu ermöglichen, später in unserer Gesellschaft Erfolg zu haben. Die Stipendiaten werden nach sorgfältiger Prüfung ausgewählt und umfangreich und großzügig betreut. Die RBS arbeitet deutschlandweit.

 

Nach einigen Tests vereinbarten unsere Stiftungen eine Zusammenarbeit dahingehend, dass die RBS ab Sommer 2016 Ferien-Workshops in den Ausrichtungen Kunst, Theater und Musik durchführt, die von KKK-Leiterinnen der PBS geleitet werden. Möglichkeiten einer weiteren und engeren Zusammenarbeit werden geprüft, nachdem die Ergebnisse der Workshops vorliegen.

 

UNSERE KURSLEITERINNEN

 

Die LeiterInnen der KKKs sind das Herz der Stiftung. Von ihnen hängt ab, ob die Kinder gut betreut und gefördert werden, ob ihre Teilnahme am KKK  ein Erfolg wird und sie die Kinder erreichen können. Planung, Gestaltung und Durchführung eines KKK ist eine vielfältige pädagogische Herausforderung: Die Kinder unter einen Hut zu bringen, Vertrauen zu gewinnen, für gute Stimmung zu sorgen, die Kinder geduldig anzuleiten und zu ermutigen, ihnen Wertschätzung und Selbstvertrauen zu geben gehört neben einigem anderen zu den Aufgaben.

 

Unser KKK-LeiterIinnen sind aktive oder ehemalige Grundschullehrer, dazu Sozial-, Theater- und Musikpädagogen. Aber auch andere Berufe sind vertreten, z.B. Künstler. Woher sie auch kommen: Ihnen allen ist der Wille gemein, den Kindern Wärme, Lob und Anerkennen zukommen zu lassen und sie in einer entspannten Atmosphäre individuell zu fördern.

 

Sie sind wach, engagiert und haben Spaß, Kinder zu motivieren? Wir können immer gute Kursleiter gebrauchen und freuen uns auf Ihre Anfrage an: kontakt@philip-breuel-stiftung.com

 

INTERNE FORTBILDUNG FÜR KURSLEITER

 

Im Frühjahr und im Herbst werden jedes Jahr alle Mitarbeiter der Philip Breuel Stiftung zu von der Stiftung organisierten Fortbildungsveranstaltungen eingeladen. Sowohl Schul- und GBS-Leiter als auch die Leiter aller KinderKunstKlubs und KoolenKids kommen hier mit den Kursbegleitern zusammen, um die verschiedensten Aspekte ihrer Arbeit zu beleuchten, neue Anregungen zu bekommen und sich auszutauschen.

 

Im Herbst 2015 hatte die Stiftung erstmals einen Vortrag über psychische Auffälligkeiten im Kindesalter organisiert, den der renommierte Kinderpsychiater Prof. Schulte-Markwort hielt. Dies stieß auf großes Interesse bei den Teilnehmern und soll deshalb in der Zukunft verstärkt angeboten werden.

Sie möchten Kursleiter werden? Wir freuen uns auf Ihre E-Mail an kontakt@philip-breuel-stiftung.com

 

BRATENTENESSEN

 

In der Adventszeit lädt die Stiftung alle Aktiven, Schulleitungen, Kursleiter, Kursbegleiterinnen, Mitglieder von Vorstand und Kuratorium sowie einige Freunde und Sponsoren zu einem gemütlichen vorweihnachtlichen Entenessen in ein uriges Lokal in Nienstedten ein. Einmal im Jahr möchten wir uns bei allen bedanken, die aktiv mitarbeiten oder in der einen oder anderen Weise helfen, dass die Stiftung erfolgreich sein kann.

 

PHILIP BREUEL STIFTUNG

PARKALLEE 40 · 20144 HAMBURG

TELEFON: 040- 47194870

KONTAKT@PHILIP-BREUEL-STIFTUNG.COM

PHILIP-BREUEL-STIFTUNG.DE

STIFTER

Birgit Breuel

Dr. Ernst Breuel

 

VORSTAND

Christian Breuel

Clivia Breuel

Katja Busch

Marion Freifrau von Hahn

Anna Gräfin von Kanitz

Maximilian von Kleist

Karoline Gräfin Lambsdorff

Tilman Mueller-Stöfen

Henrik Schliemann