KINDERKUNSTKLUBS

 

Zielgruppe sind Vor- und Grundschulkinder im Alter von 5-10 Jahren. In diesem Alter sind die Kinder noch offen für die Vermittlung von Werten, die sie brauchen, um in unserer Gesellschaft Erfolg haben zu können. Die KKKs arbeiten an  den Schulen vor Ort und sind in Angebot und Stundenplänen jeder Schule integriert. Jeder KKK findet 1x wöchentlich im Schuljahr statt, die Kontrolle der Durchführung erfolgt durch die Schulleitung. Die Stiftung trägt die Kosten der KKKLeiterInnen, die Abrechnungen obliegen dem jeweiligen Schulverein. Es werden Schulen in sozialen Brennpunkten gefördert, wo die Kinder in besonders schwierigen sozialen Verhältnissen aufwachsen müssen.

 

Schulleitung und KlassenlehrerInnen suchen Kinder aus, die besonders betreut und gefördert werden sollen. Dauer der  Teilnahme am KKK ist mindestens 1 Schuljahr, die Teilnehmerzahl pro KKK beträgt in der Regel 12 Kinder. Wichtig ist die richtige Zusammenstellung der Kinder, damit der KKK erfolgreich arbeiten kann. Man braucht eine Basis von Kindern, die mit Freude dabei sind und sich gern führen lassen. Jedoch sollen auch Problemkinder teilnehmen können und  ‚aufgebaut‘ werden. Unsere KKKLeiterInnen sind meist erfahrene Grundschullehrerinnen und Sozial-, Theater- und Musikpädagogen aus den Kollegien der jeweiligen Schulen. Aber auch „Quereinsteiger“ ohne pädagogische Ausbildung haben sich bewährt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erfahrungsberichte

  • › Wie wirkt sich die Teilnahme an einem KKK auf die Entwicklung eines Kindes aus?

    Am Beispiel des 7 jährigen Kazim: Zunächst steht eine individuelle und gezielte Förderung und Betreuung im Bereich der Kunsterziehung im Vordergrund. Kazim lernt mit den unterschiedlichsten Materiealien die Freude am phantasievollen und kreativen Ausprobieren und Arbeiten auf  künstlerischem Gebiet.

     

    Kunst ist ein idealer Bereich, in dem sich Kinder zunächst frei bewegen können, ohne der Bewertung eines „richtig oder falsch“ aus gesetzt zu sein. Die Kinder lernen spielerisch und freudig, sich als eigenständige Persönlichkeit mit vielen Fähigkeiten zu erleben.

     

    Ein wichtiger Schritt für Kazim ist es, sich über das Lernen am Erfolg  „Das hast Du toll gemalt/gebastelt“ als wertvolles Mitglied einer Gruppe zu erleben. Ebenso wird sein Selbstwertgefühl gesteigert, was in der Regel eine Stärkung der eigenen Motivation mit sich bringt , und er offener für neue und schwierigere Aufgaben wird.

    Auf der anderen Seite, erlebt Kazim in der KKK Gruppe, durch die immer wieder kehrenden regelhaften Abläufe (dem gemeinsamen Singen zu Beginn jeder Stunde, besprechen und erklären der möglichen Arbeitsabläufe, später sprechen über das eigene Kunstwerk, zu hören bei den anderen Kindern ...) mehr Sicherheit im Gruppenverhalten.

     

    Kazim übt sich sprachlich ein zu bringen und  somit seine allgemeine Sprachkompetenz zu verbessern. Ebenso wird die soziale Kompetenz und der Umgang und Austausch mit anderen in der Gruppensituation gefördert. Dies ist ein wunderbarer Rahmen, das Selbstwertgefühl eines jeden jungen Menschen zu steigern.

     

    Während des Arbeitens mit den unterschiedlichsten Materialien im Kinder Kunstklub (Papier, Schere, Farben, Gips, Holz ...) werden die motorischen und feinmotorischen Fertigkeiten von Kazim weiter ausgebaut. Dies sind wiederrum wichtige Grundbausteine der Entwicklung, auf denen sich auch die Sprachentwicklung weiter verbessern kann.

     

    Kinderärzte in Deutschland diagnostizierten im Jahr 2016, bei jedem 8. Kind im Alter von 5. – 14.Jahren Störungen in der Sprachentwicklung!

     

    „Wir beobachten seit Jahren, dass Sprachstörungen bei Kindern zunehmen“ Zitat Dr. HJ. Kahl vom Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte.  „Viele Eltern fördern ihre Kinder nicht mehr genug zu Hause. Oft wird die elterliche Verantwortung an die digitalen Medien abgegeben.“ Umso wichtiger ist die Arbeit und  Unterstützung in den KKK. Durch den Austausch der Kinder in kleinen Gruppen (max. 12 Teilnehmer pro KKK) und dem Zuhören, auf das was die Kinder erzählen, unterstützen wir sie aktiv in ihrer sprachlichen und persönlichen und gesellschaftlichen Entwicklung.Dies ist  auch eine wunderbare Form der so wichtigen Integration von ausländischen Kindern in unserem Land und unserem Kulturkreis.

     

    Sich ausdrücken zu können, heißt sich verstehen zu können,

    heißt toleranter zu werden und von einander lernen zu können!

     

    Des weiteren werden  in den KKKs Thematiken des Alltagslebens und der Kultur in Deutschland  ( christliche Feier- und Festtage)  besprochen. Sowie Kunstwerke passend zu bestimmten Jahreszeiten (Ostern, Sommer, Herbst, Nikolaus, Advent und Weihnachten) gemeinsam erarbeitet.

     

    Ein anderes Angebot in den KKKs sind Theatergruppen;  in diesen Gruppen besprechen und lernen die Kinder Texte und kleine Gedichte oder überlegen sich selbst Texte, die sie vor ihren Gruppenmitgliedern oder Familienangehörigen und Freunden vortragen dürfen.

     

    Somit dürfen sie zeigen und erleben wie schön es ist, für ihre Bemühungen anerkannt und gelobt zu werden.

    Dies ist ein ganz besonderer Baustein der Erkenntnis, um immer wieder neue und womöglich schwierigere Anforderungen an zu gehen und zu bewältigen. Bis hin zu weiteren Entwicklungen im schulischen Umfeld.

    Der wichtige und uns allen wohl bekannte Satz: “Übung macht den Meister“ besagt, jede Möglichkeit die wir zum Ausprobieren und Üben einer Tätigkeit nutzen können, lässt uns diese um so sicherer und besser beherrschen. Diese wichtige Lernerfahrung bringt uns ein deutliches Stück weiter in der persönlichen Entwicklung. Und es ist umso sinnvoller, wenn wir damit schon im Kindesalter beginnen können.

     

    Die Philip Breuel Stiftung ist sich bewusst, welche Chancen und Stärken in der Kunst liegen

    und nimmt die Herausforderung an, dies Kindern näher zu bringen, die von zu Hause aus

    solch eine Unterstützung und Anregung nicht bekommen!

     

    Susanne Gernandt

    Logopädin und Kuratoriums Mitglied und ehemalige Kursbegleiterin der PBS

  • › Mitglied in einem KinderKunstKlub der Philip-Breuel-Stiftung. Was bringt das den Kindern?

    Seit etwa 15 Jahren werden an der Grundschule Franzosenkoppel KinderKunstKlubs „KKKs“ angeboten mit den unterschiedlichen Schwerpunkten Malen, Tanzen, Trommeln und Theaterspielen.

     

    Beginnend mit der Vorschule können Schülerinnen und Schüler bis zum Schulwechsel nach Klasse 4 in der Regel für ein Jahr oft aber auch länger Mitglied eines dieser Klubs werden, aber auch nach entsprechender Beratung den Schwerpunkt wechseln. Förderlich zeigte sich, dass durch die breite Palette künstlerischer Bereiche die unterschiedlichen Talente und Vorlieben der Kinder Berücksichtigung finden können.

     

    Schon sehr vielen Kindern wurde so ermöglicht, unter der Anleitung einer fachlich versierten Kursleitung  ihre speziellen künstlerischen Fähigkeiten zu erkennen und weiter zu entwickeln, sowie im Besonderen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung gestärkt zu werden. Einige haben mittlerweile ihre  Schul- und Berufsausbildung beendet, stehen im Berufsleben oder haben ein Studium begonnen.

     

    Ziel der KinderKunstKlubs ist es, dass die Kinder ihre Stärken erkennen und Wertschätzung erfahren. Sie erleben eine soziale Gemeinschaft ohne Noten und schulischen Leistungsdruck. Ihr Selbstwertgefühl steigt und sozialen Kompetenzen werden gefördert. Die Stärkung der überfachlichen Kompetenzen wirkt sich positiv auf das gesamte Arbeitsverhalten aus und erhöht die Lernmotivation. Die Kinder geben bei Schwierigkeiten nicht gleich auf, lernen auch mit Misserfolgen umzugehen und diese nicht gleich als persönliche Niederlage einzuordnen.

     

    Durch regelmäßige Treffen der Anleiterinnen, Fortbildungen und gemeinsame Veranstaltungen haben sich die Leiterinnen im pädagogischen Bereich ständig weiterqualifiziert und unterstützen sich gegenseitig. Für die Franzosenkoppel gilt, dass in den KKKs auch sehr bedürftige Kinder, die zeitweise aufgrund ihrer Lebenssituation stark herausfordernde Verhaltensweisen zeigen, in die Kurse integriert werden können und enorm profitieren.

     

    Um Entwicklung zu fördern und auf die speziellen Bedürfnisse der Kinder  eingehen zu können, ist eine ausgewogene Zusammensetzung der Gruppen wichtig, damit eine gute Arbeitsatmosphäre entstehen kann und speziell Kinder mit Verhaltensproblemen oder geringem Selbstwertgefühl positive Vorbilder in der Gruppe finden können. Nur selten kommt es vor, dass es nicht gelingt, Kinder für die Mitarbeit in ihrem KinderKunstKlub zu motivieren, und sie die Gruppe zu stark belasten und  von der weiteren Teilnahme ausgeschlossen werden müssen.

     

    Eltern sind die wichtigsten Begleiter ihrer Kinder, sie mit einzubeziehen in die Wertschätzung der Leistungen der KKK - Kinder ist ein weiteres Ziel. Sie werden zu Vorführungen und Ausstellungen eingeladen. Wie schön ist es für alle mitzuerleben, wenn die  Kinder die Freude und den Stolz über ihre Leistungen mit ihren Eltern teilen. Dies fällt Eltern in sozial benachteiligtem Umfeld leider oft schwer.

     

    Welche Entwicklung bei Kindern beobachtet werden kann, die Mitglied eines KinderKunstKlubs waren, möchte ich an drei Bespielen aufzeigen.

     

    • Ein Junge, ältester von vier Geschwistern, die Mutter nicht berufstätig aber leider mit der Erziehung und Betreuung ihrer Kinder völlig überfordert, der Vater bemüht Kontakt zur Schule zu halten, aber auch nicht in der Lage seine Kinder zu fördern und zu unterstützen, geriet schon bald nach der Einschulung ständig in Konflikte mit Mitschülern, fand keine Möglichkeiten sich verbal auseinanderzusetzen, reagierte aggressiv oder zog sich völlig in sich zurück. Den schulischen Anforderungen konnte er aufgrund seiner Verhaltensprobleme nur selten gerecht werden. Er wurde in einem KinderKunstKlub „Malen“ aufgenommen. Beim Malen an Staffeleien zeigte er ein ganz besonderes Zeichentalent.  Er konnte sich ganz in seine Bilder versenken und schien daraus Kraft und Ruhe zu schöpfen. Sehr schwer fiel es ihm Lob anzunehmen, reagierte ungläubig und peinlich berührt.  Er verließ die Schule nach Klasse 4 und wechselte als ein ruhiger, nur noch selten in Konflikte verwickelter Junge, dessen Leistungen zufriedenstellend waren. Man traute ihm einen guten Start in der Stadtteilschule zu.

     

     

    •  Wie gut Kinder in einem KinderKunstKlub aufgefangen werden können, die im Elternhaus nicht den erforderlichen Halt finden, zeigt sich bei einem Mädchen türkische Herkunft mit zwei Brüdern, deren Familie durch eine psychische Erkrankung der Mutter, die zudem kaum Deutsch sprach,  extrem belastet war. Sie hatte ebenfalls große sprachliche Probleme und suchte kaum Kontakt zu Mitschülern. Im KinderKunstKlub „Malen“, den sie zunächst besuchte, fand sie Ruhe und Geborgenheit und knüpfte zunehmend Kontakt zu anderen Kindern. Später entwickelte sie sogar den Mut an einen Kurs „Theater“ teilzunehmen und sich vor einer großen Zuschauerzahl zu präsentieren.

     

    • Ein Mädchen mit Migrationshintergrund, still und äußerst zurückhaltend, geringe Deutschkenntnisse, die Mutter sehr besorgt und fast überbehütend, konnte in ihrem KinderKunstKlub ebenfalls sehr schlecht Lob annehmen und traute sich wenig zu. Sie entwickelte zunehmend Selbstvertrauen, sprach mehr und zeigte eine sehr gute persönliche und sprachliche Entwicklung. Sie wechselte auf ein  Gymnasium. Im Herbst 2016 kehrte sie an ihre Grundschule Franzosenkoppel zurück, um hier ein Sozialpraktikum abzulegen, das im 11. Schuljahr zum Unterrichtsprogramm gehörte. Es war wunderbar zu erleben, wie höflich, aufmerksam, offen und selbstbewusst dieses Mädchen auftrat und wie engagiert sie die ihr übertragenen Aufgaben in der Klasse anpackte.

     

    Wenn die Kinder nach Klasse 4 die Grundschule verlassen, beginnt für sie ein neuer Lebensabschnitt,  sie müssen sich neu orientieren und auf Neues einlassen. Leider erhält die abgebende Schule nur sehr sporadisch und punktuell Informationen über ihre weitere Entwicklung. Von Kindern, die Mitglied eines KinderKunstKlubs waren, bleiben als Erinnerung Einzel- oder Gruppenarbeiten zurück, die sie in ihrem Klub angefertigt haben, aber auch Fotos von Aufführungen, die sie in Aktion zeigen. Diese hängen als Dauerausstellung in den verschiedenen Räumen und Fluren der Schule. Lehrkräfte freuen sich immer, wenn ehemalige Schülerinnen und Schüler noch das eine oder andere Mal an ihre Grundschule zurückkehren und über die neue Schule, ihre neuen Lehrer und Freunde, aber auch über Erfolge und Misserfolge berichten. An Tagen der offenen Tür und zu den regelmäßigen stattfinden Festen der Schule finden sich immer viele „Ehemalige“ ein. Schön ist es dann zu beobachten, wie einige von ihnen neuen Klassenkameraden, die aus anderen Grundschulen stammen, Schulgelände und Räume vorstellen. KinderKunstKlub - Kinder prüfen dann stets, ob ihre Werke noch ausgestellt sind. Etwas verschämt aber mit ganz viel Stolz zeigen sie diese dann neuen und alten Freunden oder begleitenden Eltern.  Hier sind positive Effekte der KinderKunstKlubs noch einmal erkennbar und ganz besonders die Bedeutung, die „ihr KKK“  für die Kinder hat.

     

    Marion Lindner

    Schulleiterin der Grundschule Franzosenkoppel von 2001 - 2016

     

KOOLEKIDS

 

Damit Begabung zählt!

 

Durch die Förderkurse KooleKids helfen wir Kindern, die nach Meinung der Schulleitungen Potential fürs Gymnasium haben, aber noch lernen müssen, zielgerichteter zu arbeiten. Die Leitung der Förderkurse erfolgt meist durch erfahrene aktive oder frühere Kollegiumsmitglieder der jeweiligen Schule. In kleinen intensiven 6er-Gruppen wird geübt, wie man an konkrete Aufgaben selbständig herangeht und Lösungen findet. Diese kleinen Erfolgserlebnisse stärken Motivation und Selbstvertrauen, später auch im Gymnasium mithalten zu können.

 

Nach zwei Schuljahren Erfahrung mit den KooleKids-Förderkursen ziehen wir eine positive Bilanz: Über 80% der Kinder, die teilgenommen haben, haben den Sprung aufs Gymnasium geschafft!

Flüchtlingskinder

 

Nachdem die große Flüchtlingswelle auch Hamburg erreicht hat, bemüht sich die Stiftung gezielt um Vor- und Grundschulen im Einzugsbereich von Flüchtlingsaufnahmen. Diese Schulen stehen vor enormen Herausforderungen. Die Flüchtlinge haben in der Regel keine Ahnung, was sie in Deutschland erwartet und wie sehr sie umdenken und sich auf ein völlig anderes Leben einrichten müssen. Schon die erste Hürde, das Erlernen der deutschen Sprache, ist besonders für bildungsferne Menschen – und das sind die meisten – ein Riesenproblem.

 

Bei Kindern im Vor- und Grundschulalter sieht es besser aus. Viele Schulen haben Integrationsklassen eingerichtet. Die  Kinder lernen schnell, und meist schon nach einem Jahr können die meisten am Regelunterricht teilnehmen. Unsere KKKs sind für die Schulen eine willkommene Möglichkeit, bedürftigen Kindern eine noch individuellere  Förderung angedeihen zu lassen.  Gerade weil auch Deutschkenntnisse in den KKKs keine Rolle spielen, sondern die Kinder einfach kreativ sein dürfen und liebevoll betreut und gelobt werden, tut ihnen die Teilnahme gut. Ihr Selbstbewusstsein wächst und damit auch die Motivation des Kindes, im Unterricht gut mitzuarbeiten. In den Stadtteilen Osdorf, Sülldorf, Billstedt und Wilhelmsburg laufen KinderKunstKlubs an dortigen Schulen mit Erfolg.

KUNSTFEST IM KL!CK MUSEUM

 

Zum Ende eines jeden Schuljahres veranstaltet die Philip Breuel Stiftung ein Fest im Klick-Kinder-Museum in Osdorf, zu dem immer viele Hundert Menschen kommen.

Hier haben alle Kinder, die das Jahr über einen KinderKunst Klub besucht haben, die Gelegenheit, die Resultate ihrer Arbeit einem großen Publikum zu präsentieren: Ihre Kunstwerke werden in einem richtigen Museum ausgestellt, sie führen Theaterstücke auf und zeigen die erworbenen Trommel- und Tanzkünste auf einer Bühne - bei gutem Wetter auch auf dem großen Platz vor dem Museum.

 

Die Kinder werden mit ihren Familien und Freunden eingeladen, Essen und Trinken ist für alle frei, es wird gespielt und gefeiert.

AUSFLÜGE

 

Kinder in sozialen Brennpunkten kommen zu selten aus ihrem Umfeld heraus. Manche der Kinder in Lurup und Osdorf, die etwa 5-8 km Luftlinie von der Elbe entfernt leben, haben den Fluss noch nie gesehen. Unser Ziel ist es, KKK-Kinder aus ihrem engen Lebensraum herauszuholen und ihnen durch Ausflüge neue Anregungen und Erfahrungen zu ermöglichen.

 

Mit Hilfe einer befreundeten Stiftung haben wir im Schuljahr 2008/09 erstmalig mit 5 KinderKunstKlubs Ausflüge zum Tierpark Hagenbeck durchgeführt, die bei den etwa 60 teilnehmenden Kindern auf große Begeisterung stießen. Vor und nach den Ausflügen wurde in den KinderKunstKlubs das Thema „Tierpark“ besprochen.

Im Laufe der Jahre hat sich unser Ausflugsprogramm ausgeweitet. Bauernhofbesuche sind überaus beliebt oder ein Picknick an der Elbe. Der Hamburger Hafen, Museen, das Kindertheater, die Sternwarte bieten sich als Ausflugsziele an.

NAZARETH

 

Unser einziger ausländischer KKK –

im Heiligen Land

 

Die Stiftung konzentriert ihre Arbeit bewusst auf Hamburg, weil wir hier Einfluss nehmen und kontrollieren können, ob und wie unsere Fördergelder in unserem Sinne eingesetzt werden. Es gibt jedoch eine Ausnahme: den KKK an einer katholischen Schule in Nazareth in Israel, auf die wir über eine private Empfehlung aufmerksam wurden.

 

Die Zusammenarbeit funktioniert reibungslos. Schwester Miriam schickt uns Berichte, Fotos und zum Ende jeden Schuljahres eine genaue Kostenabrechnung. Die Kirchengemeinde Nienstedten widmet mehrere Kollekten im Jahr unserem KKK im Heiligen Land. Freunde haben die Schule besucht und sahen die Kinder aus jüdischen und palästinensischen Familien – aus den 3. und 4. Klassen und meist Jungen – und gewannen einen sehr positiven Eindruck.

„GYMNASIASTEN FÖRDERN GRUNDSCHÜLER”

 

In diesem Projekt betreuen Oberstufenschüler des Goethe-Gymnasium im Rahmen ihres Pädagogikprofils Schüler der Grundschule Langbargheide. In Einzel- und z.T. auch Kleingruppenunterricht unterstützen sie insbesondere Kinder mit Migrationshintergrund beim Erlernen der deutschen Sprache in Wort und Schrift und weiteren Bereichen.

 

Dieses Projekt läuft zur großen Zufriedenheit aller Beteiligten: Deutschkenntnisse und Motivation der Grundschüler verbesserten sich laut ihrer KlassenlehrerInnen merklich. Die „Kleinen“ finden es toll, dass sich die „Großen” um sie kümmern und bewundern sie, rührende Dankesbriefe bekunden dies.

 

Dieses Projekt läuft seit 2004 und wird vom Goethe-Gymnasium zusammen mit der Grundschule Langbargheide durchgeführt. Die fachliche Einweisung erfolgt durch die Lehrkräfte der Schule Langbargheide. Die zusätzliche Tätigkeit der SchülerInnen wird bezahlt, die Finanzierung hat die Philip-Breuel-Stiftung übernommen.

UNSERE KURSLEITERINNEN ...

 

... sind das Herz unserer Stiftungsarbeit. Von ihnen hängt ab, ob die Teilnahme an den KKKs für die Kinder ein Erfolg wird. Die Leitung eines KKK ist eine pädagogische Herausforderung in vieler Hinsicht: Die LeiterInnen müssen das Vertrauen der Kinder gewinnen, Abläufe und Arbeitsinhalte festlegen, für eine fröhliche Arbeitsatmosphäre sorgen, jedes Kind ermutigen und belobigen, die Problemkinder ‚aufbauen‘ und die Disziplin aufrechterhalten. Es bedarf einer natürlichen und fürsorglichen Autorität, eine quirlige Gruppe von oft nicht einfachen Kindern unter einen Hut zu bringen und zu erreichen, dass die Kinder nach jedem KKK froh und erfüllt nach Hause gehen und in der nächsten Woche gern wiederkommen.

 

Haben SIE vielleicht Lust, sich zu engagieren und die Leitung eines KKK zu übernehmen? Wenden sie sich gern an uns, damit wir Möglichkeiten einer Zusammenarbeit überlegen können: kontakt@philip-breuel-stiftung.com

 

INTERNE FORTBILDUNG FÜR KURSLEITER

 

Im Frühjahr und im Herbst werden jedes Jahr alle Mitarbeiter der Philip Breuel Stiftung zu von der Stiftung organisierten Fortbildungsveranstaltungen eingeladen. Sowohl Schul- und GBS-Leiter als auch die Leiter aller KinderKunstKlubs und KoolenKids kommen hier mit den Kursbegleitern zusammen, um die verschiedensten Aspekte ihrer Arbeit zu beleuchten, neue Anregungen zu bekommen und sich auszutauschen.

 

Im Herbst 2015 hatte die Stiftung erstmals einen Vortrag über psychische Auffälligkeiten im Kindesalter organisiert, den der renommierte Kinderpsychiater Prof. Schulte-Markwort hielt. Dies stieß auf großes Interesse bei den Teilnehmern und soll deshalb in der Zukunft verstärkt angeboten werden.

Sie möchten Kursleiter werden? Wir freuen uns auf Ihre E-Mail an kontakt@philip-breuel-stiftung.com

 

BRATENTENESSEN

 

In der Adventszeit lädt die Stiftung alle Aktiven, Schulleitungen, Kursleiter, Kursbegleiterinnen, Mitglieder von Vorstand und Kuratorium sowie einige Freunde und Sponsoren zu einem gemütlichen vorweihnachtlichen Entenessen in ein uriges Lokal in Nienstedten ein. Einmal im Jahr möchten wir uns bei allen bedanken, die aktiv mitarbeiten oder in der einen oder anderen Weise helfen, dass die Stiftung erfolgreich sein kann.

 

PHILIP BREUEL STIFTUNG

PARKALLEE 40 · 20144 HAMBURG

TELEFON: 040- 47194870

KONTAKT@PHILIP-BREUEL-STIFTUNG.COM

PHILIP-BREUEL-STIFTUNG.DE

STIFTER

Birgit Breuel

Dr. Ernst Breuel

 

VORSTAND

Christian Breuel

Clivia Breuel

Katja Busch

Marion Freifrau von Hahn

Anna Gräfin von Kanitz

Maximilian von Kleist

Karoline Gräfin Lambsdorff

Tilman Mueller-Stöfen

Henrik Schliemann